Saturday, June 9, 2018

Pflegezusatzversicherung - welche Höhe ist sinnvoll

Pflegezusatzversicherung - welche Höhe ist sinnvoll



Eine zusätzliche Pflegeversicherung ist sinnvoll - darüber sind sich selbst Verbraucherschützer weitgehend einig. Wer sich für den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung entschieden hat, muss sich Gedanken über die Höhe der Absicherung machen. In unserem neuen Blog-Beitrag zeigen wir Ihnen auf, wie Sie Ihre individuelle Deckungslücke bei stationärer Pflege berechnen - es ist gar nicht so schwer.



Wie teuer ist ein Pflegeheim?


Diese Frage kann man nicht einheitlich beantworten. Jedes Pflegeheim ist ein eigenständiger Wirtschaftsbetrieb, der seine Preise frei festlegen kann - es gibt günstigere und teurere Einrichtungen. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen bestimmt natürlich die Regionalität ein Stück weit über den monatlichen Preis, da die Mietpreise für Immobilien deutschlandweit sehr unterschiedlich sind. Pflegeheime auf dem Land sind i.d.R. günstiger wie Einrichtungen in der Stadt. Im Süden ist es tendenziell teurer wie im Norden, und im Westen teurer wie im Osten - daran kann man sich grob orientieren.


Bundesweit liegen die Kosten für einen Pflegeheim-Platz ganz grob zwischen rund 2.500 und 5.000 Euro. Neben den reinen Wohnkosten spielt natürlich auch die Personalsituation und die Qualität der Unterbringung und Verpflegung eine Rolle - man kann das ein Stück weit mit Hotels vergleichen. Ein höherer Standard kostet auch in der stationären Pflege mehr Geld.
Berechnung der Deckungslücke für die Pflegezusatzversicherung
Wer jetzt eine Private Pflegeversicherung abschließen möchte, der muss sich Gedanken darüber machen, welche Leistungshöhe er versichern möchte - die meisten Versicherungen bieten die Möglichkeit, die Leistung in 150-Euro-Schritten variabel zu gestalten, z.B. monatlich 1.200, 1.350, 1.500 oder 1.650 Euro. Viele Interessenten, die eine Zusatzversicherung abschließen möchten, haben zunächst keine gute Vorstellung, wie hoch die Leistung zu wählen ist - doch seit der Pflegereform 2017 ist das eigentlich relativ einfach.


Der Gesetzgeber hat im Rahmen seiner Pflegereform eine Neuerung eingeführt, die neben der Umwandlung der Pflegestufen in Pflegegrade weitgehend untergegangen zu sein scheint. Es wurde zum 1.1.2017 ein sogenannter „einrichtungseinheitlicher Eigenanteil“ für die stationäre Pflege eingeführt (abgekürzt „EEE“). 

Was bedeutet das nun?


Natürlich verursacht ein „Schwerstpflegebedürftiger“ im Pflegegrad 5 höhere Kosten wie jemand, der z.B. nur Pflegegrad 2 oder 3 hat. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind auch unterschiedlich hoch - für die Unterbringung eines Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 2 erhält eine Pflegeeinrichtung beispielsweise 770 Euro von der gesetzlichen Pflegekasse. In Pflegegrad 3 sind es 1.262 Euro, in Pflegegrad 4 1.775 Euro, und in Pflegegrad 5 stehen 2.005 Euro zur Verfügung.


Besonderheit: EEE - einrichtungseinheitlicher Eigenanteil


Das besondere ist nun - jede Pflegeeinrichtung muss anhand seiner Bewohnerstruktur einen durchschnittlichen Eigenanteil berechnen, den dann jeder Pflegebedürftige bezahlen muss - unabhängig von seiner Einstufung in einen bestimmten Pflegegrad - und das vereinfacht die ganze Sache enorm für Sie!
Die Kalkulation dieses Eigenanteils ist für jedes Pflegeheim einsehbar - Sie können das online mit dem Tool „Pflege-Navigator“ der AOK nachvollziehen - geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein und schauen sich informationshalber die Einrichtungen in Ihrer Gegend an. Jetzt haben Sie eigentlich schon alles was Sie brauchen, um die Höhe der Deckungslücke zu berechnen:

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